Kunst- und Gestaltungstherapie

Was ist Kunsttherapie

Kunst- und Gestaltungstherapie knüpft an das elementare Bedürfnis des Menschen an, sich schöpferisch auszudrücken. Durch Verwendung künstlerisch-kreativer Materialien, wird das innere Erleben und die Lebenssituation symbolisch ins Bild gesetzt und kann Gestalt annehmen. Dabei ist es vollkommen unwichtig, wie „schön“ etwas gemalt oder gestaltet ist, sondern welche Gefühle und inneres Erleben für einen selbst wesentlich sind.


Für wen ist Kunsttherapie besonders geeignet?

Im Gegensatz zu anderen therapeutischen Verfahren, die über Sprache und Dialog wirken, arbeitet Kunst- und Gestaltungstherapie mit Bildern und schöpferischer Gestaltung. Deshalb ist Kunsttherapie gut für Menschen geeignet, die ihr inneres Erleben leichter über Bilder als über Worte ausdrücken können. Kunsttherapie ist besonders hilfreich bei der Verarbeitung und Integration von Lebenssituationen und Erlebnissen, die zu bewegend oder schmerzhaft sind, um dafür Worte zu finden.

Kunst- und Gestaltungstherapie ist geeignet für Menschen:

  • in allen Lebensphasen
  • in schwierigen Lebenssituationen
  • in Krisensituationen
  • bei Traumatisierungen,
  • mit psychosomatischen Erkrankungen,
  • bei körperlichen Erkrankungen
  • mit Freude am Selbstausdruck

Wodurch wirkt Kunsttherapie?

Kunsttherapie setzt an den gesunden Ich-Anteilen an und stärkt diese im bildnerischen Prozess. Das Malen und Gestalten fördert den Selbstausdruck und schafft Zugang zu den inneren Ressourcen.

Auf der bildnerisch-gestalterischen Ebene können innere und äußere Konflikte symbolisch verarbeitet und integriert werden. Dadurch wird ein direkter Zugang zu Lösungsmöglichkeiten geschaffen, die im Inneren bereits vorhanden sind.


Positive Auswirkungen:
  • Sinneserfahrungen intensivieren sich
  • Freude am Gestalten
  • die Entfaltung und Erfahrung des eigenen schöpferischen Potentials mobilisiert Selbstheilungskräfte und stärkt das Selbstwerterleben
  • der Focus verschiebt sich weg vom Problem, hin zum kreativen Handeln
  • das Hinaustreten aus festgefahrenen Verhaltens- und Denkmustern wird möglich
  • ein angstfreies und spielerisches Wechseln von Perspektiven und Denkweisen kann erprobt werden
  • individuelle Bewältigungsformen im Umgang mit Lebenssituationen, Krisen und Problemen entwickeln sich